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21.08.2012
Spanien muss niedrigere Zinsen für Anleihen zahlen
Berichte über mögliche Interventionen der EZB zur Unterstützung Spaniens haben die Zinsen für kurzfristige Anleihen des Landes deutlich sinken lassen. Diese lagen für zwölfmonatige Anleihen bei rund drei Prozent - nach fast vier im Juli. (Archivbild) (Foto: Joel Saget - AFP)

Berichte über mögliche Interventionen der Europäischen Zentralbank (EZB) zur Unterstützung Spaniens haben die Zinsen für kurzfristige Anleihen des Landes deutlich sinken lassen. Madrid gab Anleihen mit Laufzeiten von zwölf und 18 Monaten aus und nahm damit 4,51 Milliarden Euro ein, erklärte die Schuldenverwaltung. Die Zinsen für die Zwölf-Monats-Anleihe sanken im Vergleich zur letzten Auktion im Juli von 3,918 Prozent auf auf 3,070 Prozent; die für 18-Monats-Anleihen von 4,242 auf 3,335 Prozent.

EZB-Präsident Mario Draghi hatte Ende Juli gesagt, die EZB sei bereit, "alles Notwendige zum Erhalt des Euro zu tun". Er hatte damit Erwartungen geweckt, dass die EZB erneut zu Gunsten bedrängter Euroländer wie Spanien Anleihen aufkaufen könnte. Mehrere Medien berichteten wenige Tage darauf, die Euroländer wollten der EZB erlauben, bei Banken und Investoren spanische Staatsanleihen aufzukaufen, um die Nachfrage nach den Schuldpapieren zu erhöhen und die Zinsen zu senken.

Die Eurozone hatte zudem Ende Juli grünes Licht für Kredite in Höhe von bis zu 100 Milliarden Euro für die angeschlagenen spanischen Banken gegeben. Mit dem auf 18 Monate ausgelegten Programm sollen bedürftige Geldinstitute rekapitalisiert werden, die aufgrund einer geplatzten Immobilien- und Kreditblase in Schwierigkeiten geraten sind.
Quelle: 2012 AFP
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