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09.07.2012
Mieterfreundliches Konzept zu Gebäudesanierung gefordert
Der Deutsche Mieterbund und drei Umweltverbände haben stärkere Anreize für Gebäudesanierungen gefordert, ohne dabei Mieter finanziell zu belasten: Die Bundesregierung habe dort eine Bringschuld. (Foto: Armin Weigel - AFP)

Der Deutsche Mieterbund und drei Umweltverbände haben stärkere Anreize für Gebäudesanierungen gefordert, ohne dabei Mieter finanziell zu belasten. Mit Blick auf die anstehenden Verhandlungen zur Novellierung der Energieeinspar-Verordnung forderten der Mieterbund sowie der Deutsche Naturschutzring, der Bund für Umwelt und Naturschutz und der Naturschutzbund Deutschland von Bundesbauminister Peter Ramsauer (CSU) und Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU), den Stillstand bei der Gebäudesanierung zu überwinden.

Der Mieterbund forderte von den verantwortlichen Ministern eine Lösung für die "entscheidende Frage", wer die Kosten der energetischen Gebäudesanierung tragen solle. "Mieter, insbesondere Durchschnitts- und Geringverdiener, sind nicht in der Lage, die Kosten allein aufzubringen. Hier hat die Bundesregierung eine Bringschuld", erklärte Mieterbund-Sprecher Ulrich Ropertz.

Der Deutsche Naturschutzring hielt der Wohnungswirtschaft vor, wirksame Maßnahmen zur energetischen Gebäudesanierung zu blockieren. Es würden angeblich zu hohe Kosten der Energieeinspar-Investitionen aufgeführt, indem andere Sanierungskosten wie der Einbau von Fahrstühlen oder Balkonen eingerechnet werde. Der Naturschutzbund forderte die Einführung eines Sanierungsfahrplans, mit dem Hauseigentümer Auskunft über den Ist-Zustand ihres Gebäudes geben sowie das zu erreichende Ziel und die Strategien für den Weg dorthin festlegen müssten. Dieser Fahrplan solle mit einem dauerhaften wirtschaftlichen Anreiz verbunden werden.

Der BUND schlug für die energetische Modernisierung ein Drittelmodell vor: Ein Drittel der Kosten sollten Hauseigentümer tragen, ein Drittel staatliche Förderprogramme und ein Drittel Mieter. Dabei solle aber nicht die Warmmiete steigen, damit es sozial verträglich ausfällt.
Quelle: 2012 AFP
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