Im Tarifstreit bei Lufthansa drohen weitere Streiks
Lufthansa-Reisende müssen sich in den kommenden Tagen offenbar auf weitere Streiks einstellen. Nach dem Ausstand am Freitag beriet die Streikleitung der Flugbegleitergewerkschaft UFO über weitere Arbeitsniederlegungen. (Foto: Frank Rumpenhorst - AFP)
Lufthansa-Reisende müssen sich in den kommenden Tagen offenbar auf weitere Streiks einstellen. Nach dem Ausstand am Freitag beriet die Streikleitung der Flugbegleitergewerkschaft UFO über weitere Arbeitsniederlegungen, wie ein UFO-Sprecher in Frankfurt am Main sagte. Nähere Informationen sollen am Abend bekannt gegeben werden.
Der erste Streik der Flugbegleiter in der Geschichte der Lufthansa hatte am Freitag für Chaos gesorgt. Auf dem Flughafen Frankfurt am Main legte das Kabinenpersonal acht Stunden die Arbeit nieder. Zahlreiche Maschinen blieben am Boden, die Nacht zum Samstag mussten nach Angaben der Lufthansa etwa 350 Transitpassagiere auf Feldbetten am Flughafen verbringen. Auch am Samstag fielen als Nachwirkung des Streiks noch rund 18 In- und Auslandsflüge aus.
Derweil hatte sich die Lage hingegen wieder normalisiert, wie ein Lufthansa-Sprecher sagte. Das Unternehmen rechnet infolge des Streiks mit einem Millionenschaden. Genau könne dies aber noch nicht beziffert werden, sagte der Sprecher.
Die Fronten bleiben indes verhärtet. Lufthansa und Flugbegleitergewerkschaft forderten die jeweils andere Seite auf, sich zu bewegen. "Die Lufthansa ist in keinster Weise auf uns zugekommen", sagte der UFO-Sprecher. Wenn sich nichts bewege, "werden wir auf jeden Fall die Streiks ausweiten". An welchem Tag gestreikt wird, wollte die Gewerkschaft einen Tag vorher bekannt geben. Wo und wann genau das Kabinenpersonal der Kranich-Airline in den Ausstand tritt, soll jeweils sechs Stunden vorher öffentlich gemacht werden.
Die Flugbegleitergewerkschaft UFO hatte am Dienstag die Tarifverhandlungen mit der Lufthansa für gescheitert erklärt und einen unbefristeten Arbeitskampf des Kabinenpersonals angekündigt. Knackpunkte sind die Themen Leiharbeit und Auslagerung von Arbeitsplätzen.