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11.06.2012
HTC Desire C im Test
HTC Desire C im Test (c) HTC (Foto: IDG)

Während die Konkurrenz in ein 200-Euro-Smartphone noch ein altes Betriebssystem packt, lockt das HTC Desire C mit einer schicken Bedienoberfläche und dem neuen Android 4 Ice Cream Sandwich. Welche Stärken das HTC Desire C sonst noch zu bieten hat, verrät der Test.
HTC Desire C im Test (c) HTC
HTC Desire C - griffige Rückseite
HTC Desire C mit Android 4

HTCs aktuelle Modell-Palette heißt HTC One und bietet sehr gut ausgestattete Android-Smartphones in verschiedenen Preiskategorien. Nur ein richtig günstiges Smartphone ist nicht dabei. Dafür gibt es das HTC Desire C. Dass es nicht in der Liga der HTC Ones mitspielt, zeigt sich bereits am Namen: HTC Desire - das war in der Vergangenheit das Topmodell. Das HTC Desire C trumpft in der Budget-Preisklasse um die 200 Euro auf.

Handhabung und Bildschirm

Wer ein kleines Smartphone sucht, das in jeder Hosentasche problemlos verschwindet, ist mit dem 98 Gramm leichten, sehr handlichen HTC Desire C gut bedient. Die gummierte Rückseite liegt beim Telefonieren sehr gut in der Hand. Kleine Hände werden beim einhändigen Tippen nicht zu anstrengender Fingerakrobatik gezwungen.

Kleines Smartphone bedeutet aber auch immer kleines Display: Das HTC Desire C bietet einen 3,5-Zoll-Bildschirm mit einer Auflösung von 320 x 480 Pixeln. Die Schrift ist also leicht pixelig, doch Webseiten oder E-Mails sind dennoch klar lesbar. Die Helligkeit ist nur Durchschnitt: Das bedeutet, dass das Display bei Sonnenlicht nur noch schwer abzulesen ist.

Fingerabdrücke sind auf dem HTC Desire C wie auf jedem Touchscreen-Smartphone sichtbar, aber in geringerem Maße wie auf anderen Touchscreen-Geräten. Und sie lassen sich leichter abwischen. Damit bleibt der Bildschirm insgesamt besser lesbar.
Handhabung und Bildschirmqualität
HTC Desire C (Note: 2,47)
Verarbeitung
2 = hoch
Menüführung
1 = sehr einfach
Qwertz-Tastatur / Bedienbarkeit Tastatur
nein / ungenügend
Instant Messaging / Facebook vorinstalliert / Kontakt-Übernahme aus Facebook / Twitter-Client installiert
ja / ja / ja / ja
Akku wechselbar
ja
Bedienung Touchscreen / Touchscreen-Technik
2 / kapazitiv
Bildschirm: Technik / Diagonale / Größe / Auflösung / Punktedichte
LCD / 8,9 Zentimeter (3,2 Zoll) / 320 x 480 Pixel / 180 ppi
Bildschirm-Qualität: Kontrast / Helligkeit
800:1 / 285 cd/m²

Ausstattung und Software

Mit dem HTC Desire C ist HTC der Konkurrenz einen Schritt voraus. Denn die günstigen Android-Smartphones von Samsung, Motorola und Co. laufen meist noch unter Android 2.3 alias Gingerbread. HTC liefert das Desire C dagegen schon mit Android 4 beziehungsweise Ice Cream Sandwich plus HTCs Bedienoberfläche Sense 4 aus. Allerdings ist die Bedienoberfläche Sense auf das etwas leistungsschwächere Budget-Smartphone hin optimiert.

Da im HTC Desire C nur ein 600-MHz-Prozessor werkelt, werden Menüs eben nur als Liste statt 3D-Karrussell angezeigt. Dem Bedienkomfort schadet das jedoch nicht. Im Gegenteil: Gerade in den Details zeigt sich, wie sorgfältig HTC seine Nutzerführung konzipiert hat: Im Kalender können Sie mit einem Wisch von Tag zu Tag scrollen. Im Telefon-Menü können Sie direkt einen Namen oder eine Nummer eintippen - die passenden Ergebnisse werden sofort angezeigt. Damit haben Sie eine Nummer schneller gefunden und gewählt. Um eine Anwendung wie die Kamera schneller zu starten, ziehen Sie das Kamerasymbol in den Ring auf dem Sperrbildschirm, und schon öffnet die gewünschte Funktion.

Zudem hat HTC bei der aufgespielten Software nicht gespart: Sie können Office-Dokumente nicht nur lesen, sondern auch erstellen. Wenn Sie entspannen wollen, können Sie ein Spiel namens Teeter aufrufen, bei dem Sie eine Kugel über ein Brett balancieren müssen, ohne dass sie in die Löcher fällt. Außerdem finden Sie ein Diktiergerät, einen Wecker und einen Task Manager. Nur einen Datei-Manager müssen Sie aus dem Android Market nachinstallieren.

Der Speicher beläuft sich laut Datenblatt auf 4 GB. Im Test war jedoch nur 1 GB frei für Musik, Film und Fotos. Der Arbeitsspeicher beläuft sich auf erfreuliche 512 MB - das vermeidet Systemabstürze. Per microSD-Karte ist der Speicher noch erweiterbar. Leider müssen Sie sich die Speicherkarte extra kaufen, im Lieferumfang ist keine enthalten.

Internet und Geschwindigkeit

Die Anwendungen laufen alle geruhsam, aber angenehm flüssig. Nur beim Zoomen in Google Maps oder beim Scrollen durch das Adressbuch muss man ein ganz leichtes Ruckeln in Kauf nehmen. Dass sich das HTC Desire C manchmal etwas Zeit nimmt, beweist auch der Benchmark-Test: Hier holte das HTC Desire C nur 545 Punkte - ein schwacher Wert, der dem 600-MHz-Prozessor geschuldet ist. Etwas Geduld war im Test beim Aufrufen von Webseiten gefordert. Da dauerte es schon mal fünf bis sieben Sekunden bis eine Webseite wie www.pcwelt.de geladen war. Um die Kamera aus dem Schlafmodus zu aktivieren, brauchte das Smartphone zwei bis drei Sekunden.
Internet und Geschwindigkeit
HTC Desire C (Note: 5,17)
Browser: Geschwindigkeit / Flash unterstützt
9925 Punkte / nein
Geschwindigkeit: Startzeit / Datenübertragung / Tempo-Messung (Smartbench)
00:05 Minuten / 02:27 Minuten / 545 Punkte

Mobilität

Kleine Smartphones beherbergen in der Regel auch nur einen schwach dimensionierten Akku. Das gilt auch für das HTC Desire C. Da der Akku jedoch nur ein kleines Display versorgen muss, bewies er mit seinen 1230 mAh eine erfreulich Durchhaltekraft. Im Test hielt er 7:14 Stunden durch - ein durchaus überzeugendes Ergebnis.
Mobilität
HTC Desire C (Note: 1,95)
Akkulaufzeit
07:14 Stunden
Gewicht
98 Gramm

Multimedia

Die Fotos aus der 5-Megapixel-Kamera gingen im Test in Ordnung, solange die Lichtverhältnisse gut waren. Sobald es dämmerte, wurden die Aufnahmen unscharf. Ein Foto-Licht, das dieses Manko ausgleichen könnte, bietet das HTC Desire C nicht.

Außerdem dürfen Sie mangels Autofokus nicht zu nah an Ihr Motiv herangehen - 15 Zentimeter Abstand sollten Sie mindestens halten. Makroaufnahmen funktionieren mit dem HTC Desire C nicht. Das bedeutet, dass Sie keine Motive aus direkter Nähe abfotografieren können. Dafür berechnet die Kamera auf Wunsch diverse Effekte. Diese Kunstwerke können Sie dann auch ohne extra Knopfdruck gleich auf Facebook posten.

Die Videokamera dreht Filme mit einer Auflösung von 640 x 480 Pixeln. Damit wurden große Farbflächen wie blauen Himmel sehr fleckig. Die Tonqualität ist überraschend gut.

UKW-Radio und MP3-Player bieten die üblichen Standardfunktionen, die eine Bahn- oder Busfahrt angenehm verkürzen. Beats Audio, eine ausgeklügelte Soundtechnik auf dem Smartphone, sorgt für angenehme Klänge. Das mitgelieferte Kopfhörerpaar bietet vollen Sound.
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